Unfall auf dem Bauernhof

Wir haben uns bei kühlem, regnerischem Wetter bei Gafners, auf dem Bauernhof zur Juniübung getroffen. Bei 4 Posten hatten wir die Möglichkeit unser Samariterwissen anzuwenden, aufzufrischen und viel dazuzulernen. Denn trotz dem Untertitel auf der Übungseinladung ‘Nicht immer, wie es aussieht’, haben wir uns zum Teil aufs Glatteis führen lassen. Beim ersten Posten war eine Frau mit einem ‘verknacksten Fuss’. Erst nach einer Weile, während wir den Fuss am Fixieren waren, haben wir gemerkt, dass die Frau auch noch einen Insektenstich hat und allergisch dagegen ist. So haben wir wieder einmal die Anwendung des Epipen üben können.
Beim zweiten Posten hat sich eine Frau im Garten mit einem Metallbogen einen langen Kratzer geholt. Es war nicht so klar wie tief er ist und ob er genäht werden muss, aber wir haben uns entschieden, die Frau sowieso zum Arzt zu bringen, weil sie nicht wusste wie lang ihre Starrkrampfimpfung schon zurück liegt. Das habe ich zum Anlass genommen einmal meinen Impfausweis hervorzuholen. Meine letzte Impfung ist auch schon 14 Jahre her, weshalb ich mich jetzt bei meinem Arzt gemeldet habe um sie aufzufrischen.
Beim dritten Posten war ein junger Mann auf der Treppe gestürzt, hatte eine Platzwunde am Kopf, eine unsichere, wirre Sprache und Lähmungserscheinungen. Wir hatten umgehend die Ambulanz alarmiert. Unsere Annahme war eine Hirnerschütterung und eine Rückenverletzung. Wir haben aber aus ‘Respekt’ vor der angenommen Rückenverletzung, keinen Bodycheck gemacht. Dabei hätten wir die einseitige Lähmung bemerkt, was auf einen Hirnschlag hindeutet.
Beim vierten Posten ist ein Mann beim Holzhacken plötzlich zusammengebrochen und bewusstlos liegengeblieben. Unsere erste Annahme war ein Herzinfarkt. Nachdem wir den Mann aus dem Holzhaus herausgeholt, und in Seitenlage gebracht haben, haben wir aber noch den Blutzucker gemessen und gesehen, dass er viel zu tief ist. Als wir ihm ein Traubenzucker zwischen die Zähne und die Backe gestossen haben, ist er rasch wieder zu sich gekommen.
Es war eine sehr lehrreiche Übung mir echtaussehenden Wunden (Mulagen). Vielen Dank an die Samariterlehrer für die super Übung.
Besten Dank auch an Familie Gafner, dass wir die Übung auf ihrem Hof machen durften und für das feine Zvieri.

Bericht Silvia

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